Coco Montoya & Band
Der amerikanische Blues-Musiker Coco Montoya gilt seit langem als einer der besten Gitarristen des Genres. Umso erstaunlicher ist es, dass seine Karriere vor über 30 Jahren als Schlagzeuger begann - in der Band des legendären Albert Collins. Dessen "eisig heiße" Bluesgitarre hatte den jungen Coco Montoya damals dermaßen beeindruckt, dass er die Drumsticks schon bald links liegen ließ und stattdessen selbst in die Saiten griff. Albert Collins wurde in dieser Zeit sein väterlicher Freund und musikalischer Mentor, so dass sich Montoya in kurzer Zeit zu einem erstklassigen Gitarristen entwickeln konnte. Das enorme Talent des jungen Kaliforniers sprach sich in der Szene schnell herum, so dass Coco Montoya ein paar Jahre später bereits bei John Mayalls "Bluesbreakers" spielte -natürlich nicht am Schlagzeug, sondern an der elektrischen Gitarre. Seit den 1990er Jahren hat er seine eigene Band und spielte seitdem sieben Soloalben ein, wobei das aktuellste davon eine ganz neue Facette dieses vielseitigen Musikers präsentiert: die Stimme.
Die Ermunterung, seinen Gesang mehr in den Vordergrund zu rücken, kam vom berühmten Blues-Sänger Keb´ Mo´, der sich praktischerweise gleich als Produzent zur Verfügung stellte. Natürlich ist Coco Montoya auch auf dieser Platte seinen musikalischen Wurzeln treu geblieben, hat aber den Schwerpunkt deutlich verschoben: "Die Gitarre ist immer noch da, ist aber nicht mehr meine einzige Stimme", sagt der Musiker und ergänzt: "Die Aufnahmen waren eine einzigartige Erfahrung." So werden die Zuhörer am 30. Oktober in Halle nicht nur den Gitarristen, sondern mit Sicherheit auch den Sänger Coco Montoya kennenlernen.

